Was das Medizinstudium wirklich kostet.
Dr. Alexander Groß · Promovierter Bildungsforscher · Eleva · Veröffentlicht am · Stand 15. September 2026 · Lesezeit etwa zwölf Minuten
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Weg zum selben Arztberuf liegen mehrere hunderttausend Euro. Jede Universität weist nur ihre eigenen Gebühren aus. Auf dieser Seite stehen alle Beträge nebeneinander, jeder mit Quelle und Stand.
Überblick · Stand 15. September 2026
| Weg | Gebühren gesamt | Die Hürde | Bindung |
|---|---|---|---|
| Deutschland, öffentlich | ≈ 0 € (nur Semesterbeiträge) | NC-Quoten, Testverfahren | keine |
| Österreich, öffentlich | rund 315 € (ÖH-Beiträge) + 110 € MedAT | MedAT | keine |
| Niederlande | gut 16.000 € | Auswahl + Niederländisch | keine |
| KL Krems (privat) | 132.000 € (12 × 11.000 €) | Test + Interviews, kein NC | keine — EU-Abschluss |
| PMU Salzburg / Nürnberg (privat) | 111.229 € (5 Jahre, Angabe der PMU) | Test + Interviews, kein NC | keine — EU-Abschluss |
| SFU Wien (privat) | rund 170.000 € (12 × 14.179 €) | Test + Interview, kein NC | keine — EU-Abschluss |
| DPU Krems (privat) | 170.100 € (12 × 14.175 €) | Test + Interview, kein NC | keine — EU-Abschluss |
| Semmelweis Budapest | rund 110.000 € (Sem. 1–10) | Aufnahmeverfahren | keine — EU-Abschluss |
| Asklepios Campus Hamburg | 71.200 € (klinischer Abschnitt) | Auswahl | keine — EU-Abschluss |
| MSK Kaiserslautern | 9.340 € pro Semester | Auswahl | keine — EU-Abschluss |
| MSH Hamburg (privat) | rund 95.000 € | Eignungsverfahren | keine |
| Großbritannien (Oxford, Start 2027) | rund 365.000 £ | Auswahl, Interviews | Anerkennung im Einzelfall |
| USA | Hochschule und Status einzeln prüfen | Bachelor zuerst, Auswahl | Aufenthaltsrecht gesondert prüfen |
| Landarztquote | ≈ 0 € (regulärer Platz) | Auswahlverfahren des Landes | z. B. NRW: zehn Jahre Tätigkeit nach Weiterbildung |
Gebühren über die jeweils übliche Studienzeit; Lebenshaltung kommt an jedem Ort dazu. Eigene Rechnungen sind in den Abschnitten hergeleitet, alle Belege stehen am Ende. Als Blatt zum Ausdrucken erhalten Sie diese Übersicht mit dem Bildungsbrief.
01 · Deutschland, öffentlich
Was kostet das Medizinstudium in Deutschland?
An den staatlichen medizinischen Fakultäten fallen keine Studiengebühren an. Fällig ist jedes Semester allein der Semesterbeitrag für Verwaltung, Studierendenwerk und meist ein Deutschlandticket. Seine Höhe legt jede Hochschule selbst fest.
Ins Geld geht die Dauer. Sechs Jahre und drei Monate Mindeststudienzeit, in denen Miete, Essen und Versicherung laufen und in denen neben einem der dichtesten Stundenpläne des deutschen Hochschulwesens wenig Zeit zum Jobben bleibt. Bei 1.000 Euro Lebenshaltung im Monat, je nach Stadt auch deutlich mehr, sind das über die Mindestzeit 75.000 Euro. So viel kostet auch ein gebührenfreies Studium.
Knapp ist an den öffentlichen Fakultäten nicht das Geld, sondern der Platz. Nur drei von zehn Studienplätzen werden allein nach Abiturnote vergeben. Welche Wege ohne Spitzenabitur offen sind, steht im Beitrag „Medizin ohne 1,0“.
02 · Österreich, öffentlich
Wie hoch sind die Studiengebühren für Medizin in Österreich?
An den öffentlichen Universitäten in Wien, Graz, Innsbruck und Linz zahlen EU-Bürger während der vorgesehenen Studiendauer plus zwei Toleranzsemestern keinen Studienbeitrag — nur den Beitrag zur Österreichischen Hochschülerschaft von 26,20 Euro pro Semester im Studienjahr 2026/27. Erst wer länger braucht, zahlt 363,36 Euro pro Semester. Auch das ist, verglichen mit jeder privaten Alternative, ein symbolischer Betrag.
Bezahlt wird dieser Weg im Auswahlverfahren. Über den Platz entscheidet der MedAT, nicht die Abiturnote; der Kostenbeitrag für den Test liegt bei 110 Euro. Für 2026 stehen 1.806 Plätze in Humanmedizin bereit, davon nach dem Gesetz mindestens drei Viertel für Bewerber mit österreichischem Reifezeugnis. Wie eng der Zugang damit für deutsche Bewerber wird, steht im Beitrag „Medizin ohne 1,0“.
Öffentliche Universitäten · was pro Semester anfällt
03 · Österreich, privat
Was kostet das Medizinstudium an einer Privatuni in Österreich?
Vier private Universitäten bilden in Österreich Ärztinnen und Ärzte aus, zwei davon in Krems. Sie vergeben ihre Plätze über eigene Tests und Interviews, ohne Numerus clausus, und führen zum Dr. med. univ. Ihre Gebühren stehen offen auf den Studiengangsseiten: zwischen 11.000 und 14.179 Euro pro Semester, über die Regelstudienzeit gerechnet zwischen 110.000 und 170.000 Euro ohne Lebenshaltung.
| Universität | Aufbau | Gebühr | Gesamt (Regelzeit) | Aufnahme |
|---|---|---|---|---|
| KL Krems | Bachelor Medical Science (englisch, 6 Sem.) + Master Humanmedizin (deutsch, 6 Sem.) | 11.000 € pro Semester | 132.000 € + 400 € Bewerbung | Schriftlicher Test + Interviews; 135 Plätze |
| PMU Salzburg/Nürnberg | Bachelor (6 Sem.) + Master (4 Sem.), 5 Jahre | 21.930 € pro Studienjahr | 111.229 € laut PMU (inkl. 290 € Bewerbung, USMLE-Gebühr) | Test (80 %) + Schulnoten (20 %) + Interviews; 80 (laut Übersichtsseite 75) + 55 Plätze |
| SFU Wien | Bachelor (6 Sem.) + Master (6 Sem.) | 14.179 € pro Semester ab WS 2026, VPI-indexiert | rund 170.000 € + 700 € Bewerbung | Kognitiver Test + Biologie + Interview; 220 Plätze |
| DPU Krems | Bachelor (6 Sem.) + Master (6 Sem.) | 14.175 € pro Semester | 170.100 € (2 × 85.050 €) | Schriftlicher Test + Interview; Plätze nicht veröffentlicht |
Angaben der Universitäten, abgerufen am 14. September 2026. Gesamtsummen ohne ÖH-Beitrag und Lebenshaltung; wo die Universität selbst eine Gesamtsumme nennt, steht ihre Zahl. Keine der vier datiert ihre Gebühr ausdrücklich auf ein Studienjahr; die SFU schreibt „ab dem Wintersemester 2026“.
Kann man in Krems Medizin studieren?
An zwei Häusern. Die Karl Landsteiner Privatuniversität (KL) ist die günstigste der vier mit 11.000 Euro pro Semester, sowohl für den dreijährigen Bachelor Medical Science, der auf Englisch unterrichtet wird, als auch für den anschließenden deutschsprachigen Master Humanmedizin. Zwölf Semester ergeben 132.000 Euro Studiengebühren; die Bewerbung kostet 400 Euro Bearbeitungsgebühr, der ÖH-Beitrag kommt je Semester dazu. Das Aufnahmeverfahren besteht aus einem schriftlichen Test und Interviews; für den Bachelor stehen 135 Plätze bereit, für den Master 125. Wer den KL-Bachelor abschließt, rückt ohne weiteres Verfahren in den Master nach, Deutsch auf Niveau C1 vorausgesetzt. Für den Studienstart 2026 lief die Bewerbungsfrist bis zum 20. April; die Termine für 2027 gibt die Universität zu Beginn des Studienjahres bekannt.
Die Danube Private University (DPU), ebenfalls in Krems, verlangt 14.175 Euro pro Semester für Bachelor und Master Humanmedizin, je 85.050 Euro pro Abschnitt, zusammen 170.100 Euro. Bewerbungen nimmt sie ganzjährig an; im Aufnahmeverfahren zählen nach eigener Beschreibung vor allem ein Test und ein Gespräch, weniger die Note des Reifezeugnisses. Die Zahl der Plätze pro Jahr veröffentlicht die DPU nicht.
Salzburg und Nürnberg: die Paracelsus-Universität
Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)rechnet anders: 21.930 Euro pro Studienjahr statt pro Semester, und das Studium dauert fünf statt sechs Jahre. Für den dreijährigen Bachelor nennt die Universität 67.369 Euro Gesamtkosten — darin stecken 290 Euro Bewerbungsgebühr, 25 Euro für den Mantel und 1.264 Euro für die US-amerikanische Prüfung USMLE Step 1, die an der PMU Pflicht und Voraussetzung für den Master ist. Der zweijährige Master kostet 43.860 Euro; zusammen 111.229 Euro. Dieselbe Gebührentabelle gilt am Standort Nürnberg, wo 55 der jährlich 130 bis 135 Plätze vergeben werden. Das Auswahlverfahren gewichtet den Test mit 80 und die Schulnoten mit 20 Prozent; die Anmeldung für den Start 2027 läuft vom 1. November 2026 bis zum 31. März 2027.
Wien: die Sigmund-Freud-Universität
Die Sigmund Freud PrivatUniversität (SFU) ist mit 14.179 Euro pro Semester ab dem Wintersemester 2026 die teuerste der vier — und die einzige, die die Gebühr ausdrücklich datiert. Zwölf Semester ergeben rund 170.000 Euro; der Ausbildungsvertrag koppelt die Gebühr ab dem zweiten Semester an den Verbraucherpreisindex, die tatsächliche Summe liegt also bei steigenden Preisen darüber. Das Aufnahmeverfahren kostet 700 Euro und läuft in drei Testblöcken über das Jahr; 2026 standen 220 Plätze in Humanmedizin bereit. Die SFU gewährt nach der Regelstudienzeit zwei gebührenfreie Toleranzsemester.
Der Abschluss Dr. med. univ. ist an allen vier Häusern ein österreichischer Universitätsabschluss. Die DPU verweist dafür auf eine Bestätigung des Wissenschaftsministeriums zur EU-Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen; KL und SFU berufen sich auf ihre Akkreditierung durch die österreichische Agentur für Qualitätssicherung, die PMU bezeichnet ihren Abschluss als europaweit anerkannt. Wie die deutsche Approbation danach beantragt wird, steht im Beitrag „Medizin ohne 1,0“.
04 · Niederlande
Was kostet das Medizinstudium in den Niederlanden?
Die Niederlande liegen dazwischen. Das gesetzlich festgelegte wettelijk collegegeld beträgt für das Studienjahr 2026/27 genau 2.694 Euro — pro Jahr, nicht pro Semester, und für EU-Studierende im Erststudium unabhängig vom Fach. Über sechs Jahre Medizin sind das gut 16.000 Euro an Gebühren; die Auswahl läuft über hochschuleigene Verfahren statt über den deutschen NC.
Die Bedingung ist die Sprache: Die Medizin-Bachelor werden inzwischen nur noch auf Niederländisch unterrichtet; die Einzelheiten dazu im Beitrag „Medizin ohne 1,0“. Vor der Kostenrechnung steht hier also die Sprachfrage.
05 · Deutschland, privat
Was kostet Medizin an einer privaten Hochschule in Deutschland?
Private Hochschulen vergeben ihre Plätze ohne Numerus clausus, über eigene Auswahlverfahren und gegen Gebühren im sechsstelligen Bereich. Ein deutsches Beispiel, dessen Zahlen die Hochschule selbst veröffentlicht:
Private Hochschule · veröffentlichte Gebühren
Dazu kommt dieselbe Lebenshaltung wie überall sonst. Eine Familie, die diesen Weg ernsthaft prüft, braucht deshalb eine konkrete Summe aus Gebühren, Wohnort und Dauer statt einer gerundeten Hausnummer. Diese Rechnung sollte vor der Zusage stehen.
Dafür bekommt sie einen Studienplatz ohne Wartejahre und an den EU-Standorten einen Abschluss, der zur deutschen Approbation führt, also zur ärztlichen Zulassung (die Anerkennungsfrage behandelt „Medizin ohne 1,0“).
06 · Ungarn
Was kostet das Medizinstudium in Ungarn?
Der bekannteste Weg nach Ungarn führt an die Semmelweis-Universität in Budapest: Humanmedizin vollständig auf Deutsch, Auswahl über ein eigenes Aufnahmeverfahren statt über den NC. Die Universität verlangt eine Grundgebühr von 9.340 Euro pro Semester, dazu kommen Zusatzgebühren in den höheren Semestern (1.180 Euro im dritten und vierten, 2.350 Euro im fünften bis zehnten). Für die Semester eins bis zehn sind das rund 110.000 Euro zuzüglich Bewerbungs- und Immatrikulationsgebühr. Damit liegt Budapest auf dem Niveau der österreichischen Privatuniversitäten; für das sechste Studienjahr weist die Gebührenordnung keine gesonderte Gebühr aus. Der Abschluss ist ein EU-Abschluss und führt zur deutschen Approbation.
Interessant sind die beiden jüngeren Ableger dieses Modells, bei denen nur die ersten Jahre in Budapest stattfinden: Am Asklepios Campus Hamburg absolvieren Studierende den gesamten klinischen Abschnitt in den Hamburger Asklepios-Kliniken — Semmelweis-Abschluss, 8.900 Euro pro Semester, für den klinischen Abschnitt insgesamt 71.200 Euro. Und seit dem Wintersemester 2025/26 gibt es die Medical School Kaiserslautern: drei Jahre Budapest, dann drei klinische Jahre am Westpfalz-Klinikum in Rheinland-Pfalz, ebenfalls mit Semmelweis-Abschluss; die Schule verlangt 9.340 Euro pro Semester. Der erste Jahrgang startete nach Angaben des Landkreises Kusel mit 42 Studierenden — geplant waren 40.
Finanziell kosten diese Wege so viel wie die Privatunis. Der Unterschied liegt im Ablauf: die klinischen Jahre in Deutschland, auf Deutsch, mit einem Abschluss, den die Approbationsbehörde ohne Einzelfallprüfung anerkennt.
Ungarn-Modelle · veröffentlichte Gebühren
07 · Großbritannien und USA
Was kostet ein Medizinstudium in Großbritannien oder den USA?
Seit dem Brexit zahlen deutsche Studierende in Großbritannien die Übersee-Sätze, und die liegen deutlich höher. Oxford weist für den Studienstart 2027 52.360 Pfund pro Jahr für die drei vorklinischen Jahre aus. Für die drei klinischen Jahre nennt die Universität 69.160 Pfund pro Jahr, ausdrücklich als Richtwert für Studierende, die 2027 in diesen Abschnitt wechseln; für Studienanfänger stehen die späteren Sätze noch nicht fest. Zusammen sind das rund 365.000 Pfund allein an Studiengebühren, ohne Lebenshaltung. Andere britische Fakultäten liegen darunter, sechsstellig bleibt es fast überall. Hinzu kommt die Anerkennung: Der britische Abschluss ist seit 2021 ein Drittstaaten-Abschluss und wird in Deutschland im Einzelfall geprüft. Die Einzelheiten stehen im Beitrag „Medizin ohne 1,0“.
Für die USA muss die Kalkulation zur konkreten Hochschule und zum Gebührenstatus passen. Die AAMC veröffentlicht Studiengebühren, Pflichtbeiträge und Krankenversicherung getrennt nach Hochschule sowie in-state und out-of-state. Die ausgewiesenen Listenpreise enthalten noch keine individuellen Stipendien oder Zuschüsse. Eine allgemeine US-Durchschnittszahl ist deshalb kein belastbares Angebot für Ihre Familie. Vorangehende Studienabschnitte, Lebenshaltung, Zulassung und Aufenthaltsrecht werden zusätzlich geprüft.
Wer das tragen kann, entscheidet sich für Übersee aus anderen Gründen als dem Geld. Zum selben Berufsziel führt in jedem Fall auch ein günstigerer Weg.
08 · Landarztquote
Kostenlos ist nicht umsonst
Die Landarztquote verbindet den Studienplatz mit langfristigen beruflichen Verpflichtungen. Für Nordrhein-Westfalen regelt § 4 der Landarztverordnung die Weiterbildung in einer bedarfsrelevanten Fachrichtung und anschließend zehn Jahrevertragsärztliche Tätigkeit in festgestellten Bedarfsgebieten. Für die Nichterfüllung der dort genannten Verpflichtungen sieht die Vorschrift eine Strafzahlung von 250.000 Euro vor. Das ist kein frei wählbarer Aufpreis für einen Studienplatz. Vor einer Bewerbung gehören der konkrete Vertrag und seine Folgen in eine individuelle rechtliche Prüfung.
Eine Siebzehnjährige legt sich damit heute auf eine Fachrichtung und eine Region fest, die sie mit Mitte dreißig noch binden. Das kann die richtige Entscheidung sein. Kostenlos ist sie nicht.
Zur Anmeldung gehört die Übersicht „Medizinstudium 2026/27: Kosten und Fristen auf einer Seite“ als PDF. Dazu viermal im Jahr der Bildungsbrief: kurze Notizen zu Studienwegen, Visa-Lagen und Studienkosten. Ohne Werbe-Druck, Abmeldung mit einem Klick.
Double-Opt-In: Aufgenommen wird die Adresse erst nach Ihrer Bestätigung. Details in der Datenschutzerklärung.
09 · Einordnung
Wo ist es am billigsten, Medizin zu studieren?
Gemessen an den Gebühren: an einer öffentlichen Universität in Deutschland oder Österreich, gefolgt von den Niederlanden. Die Spannweite in der Übersicht am Anfang spricht aber nicht für den billigsten Weg, sondern fürs Nachrechnen. Ein Studium in Wien ist beinahe gebührenfrei, setzt aber einen erfolgreichen MedAT voraus. Die genannten privaten Angebote kosten zwischen 110.000 und 170.000 Euro. Bei der Landarztquote kommt eine langfristige berufliche Bindung hinzu. Welche Verbindung aus Aussicht auf einen Platz, Geld und Bindung zu einer Familie passt, hängt von ihren eigenen Zahlen ab.
Und eine Zahl fehlt auf dieser Seite, weil sie in keiner Gebührenordnung steht: was ein falsch gewählter Weg kostet. Zwei Jahre in einem Studium, das nicht trägt, sind teurer als jede Gebühr in den Tabellen oben — an Lebenshaltung, an Zeit, am verschobenen Berufseinstieg. Vor der Frage, was ein Weg kostet, steht deshalb die Frage, ob er trägt. Diese Frage beantworten die Zahlen Ihrer Familie, nicht die dieser Seite.
Wie so eine Rechnung aussieht, zeigt der Muster-Pfad-Bericht: drei Wege, jeder mit Kosten, Fristen und Plan B. Für die eigene Familie leistet das Eleva Pivot in vier Wochen.
Häufige Fragen
Was kostet das Medizinstudium in Österreich?
An den vier öffentlichen Medizin-Universitäten in Wien, Graz, Innsbruck und Linz zahlen EU-Bürger während der vorgesehenen Studiendauer plus zwei Toleranzsemestern nur den ÖH-Beitrag von 26,20 Euro pro Semester (Studienjahr 2026/27). Erst danach werden 363,36 Euro pro Semester fällig. An den vier privaten Universitäten liegen die Gebühren zwischen 11.000 Euro pro Semester (Karl Landsteiner Privatuniversität Krems) und 14.179 Euro pro Semester (Sigmund Freud PrivatUniversität Wien); die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg rechnet pro Studienjahr ab, 21.930 Euro.
Was kostet das Medizinstudium in Krems?
In Krems bilden zwei private Universitäten Ärztinnen und Ärzte aus. Die Karl Landsteiner Privatuniversität verlangt 11.000 Euro pro Semester, sowohl für den englischsprachigen Bachelor Medical Science als auch für den deutschsprachigen Master Humanmedizin — zwölf Semester, also 132.000 Euro Studiengebühren bis zum Dr. med. univ., dazu 400 Euro Bearbeitungsgebühr bei der Bewerbung und der ÖH-Beitrag. Die Danube Private University nennt 14.175 Euro pro Semester für Bachelor und Master, je 85.050 Euro pro Abschnitt, zusammen 170.100 Euro. Beide Universitäten datieren ihre Gebühr nicht auf ein Studienjahr; maßgeblich ist die jeweils aktuelle Angabe der Hochschule.
Wie hoch sind die Kosten für ein Medizinstudium an der Privatuniversität Salzburg?
Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität verlangt 21.930 Euro pro Studienjahr, in Salzburg wie am Standort Nürnberg. Das Studium dauert fünf Jahre: ein dreijähriger Bachelor, den die Universität mit 67.369 Euro Gesamtkosten beziffert (inklusive 290 Euro Bewerbungsgebühr, 25 Euro für den Mantel und 1.264 Euro für die Pflichtprüfung USMLE Step 1), und ein zweijähriger Master mit 43.860 Euro. Zusammen sind das 111.229 Euro nach Angaben der Universität, dazu der ÖH-Beitrag.
Kann ich als Deutscher in Österreich Medizin studieren?
Ja, über zwei Zugänge. An den öffentlichen Universitäten entscheidet allein der Aufnahmetest MedAT, die Abiturnote spielt keine Rolle. Das Gesetz behält mindestens 75 Prozent der Plätze Bewerbern mit österreichischem Reifezeugnis vor und mindestens 95 Prozent EU-Bürgern insgesamt; für Deutsche und andere EU-Bewerber bleiben damit rechnerisch bis zu 20 Prozent der 1.806 Humanmedizin-Plätze des Jahres 2026. Diese Kontingentregel gilt nur für Humanmedizin und ist bis Ende 2027 befristet. Die vier Privatuniversitäten vergeben ihre Plätze ohne Numerus clausus über eigene Tests und Interviews, gegen Gebühren zwischen 11.000 und 14.179 Euro pro Semester.
Kann man Medizin kostenlos studieren?
An öffentlichen Universitäten in Deutschland fallen keine Studiengebühren an, nur ein Semesterbeitrag; in Österreich zahlen EU-Bürger in der Regelstudienzeit nur den ÖH-Beitrag. Zu zahlen ist trotzdem die Lebenshaltung über mindestens sechs Jahre und drei Monate. Sie liegt an jedem Studienort weit über den Beiträgen einer öffentlichen Hochschule.
Was kostet das Medizinstudium in Ungarn?
Der deutschsprachige Studiengang der Semmelweis-Universität Budapest kostet laut Universität 9.340 Euro Grundgebühr pro Semester plus Zusatzgebühren in den höheren Semestern — für die Semester eins bis zehn rund 110.000 Euro; das sechste Studienjahr weist die Gebührenordnung nicht gesondert aus. Beim Ableger-Modell Asklepios Campus Hamburg kostet der klinische Abschnitt in Hamburg 8.900 Euro pro Semester (insgesamt 71.200 Euro); die Medical School Kaiserslautern am Westpfalz-Klinikum nennt 9.340 Euro pro Semester. Der Abschluss ist in allen Fällen ein EU-Abschluss der Semmelweis-Universität und führt zur deutschen Approbation.
Was kostet Medizin an einer privaten Hochschule?
In Deutschland nennt die MSH Medical School Hamburg 1.500 Euro pro Monat in den ersten beiden Studienabschnitten und 300 Euro pro Monat im Praktischen Jahr — über die Mindeststudienzeit gerechnet rund 95.000 Euro einschließlich Bewerbungs- und Einschreibegebühr. In Österreich liegen die vier Privatuniversitäten zwischen 11.000 Euro pro Semester in Krems (Karl Landsteiner) und 14.179 Euro in Wien (Sigmund Freud); über die Regelstudienzeit sind das 110.000 bis 170.000 Euro an Gebühren, jeweils zuzüglich Lebenshaltung.
Wo ist es am billigsten, Medizin zu studieren?
Gemessen an den Gebühren an einer öffentlichen Universität in Deutschland oder Österreich: null Euro Studiengebühr, nur Semester- beziehungsweise ÖH-Beitrag. Die Niederlande folgen mit 2.694 Euro im Jahr. Billig ist trotzdem keiner dieser Wege, denn die Lebenshaltung über sechs Jahre und drei Monate fällt überall an; bei 1.000 Euro im Monat sind das 75.000 Euro. Dazu kommt, dass gerade die günstigen Wege den engsten Zugang haben. In Deutschland entscheiden Abiturnote und Tests, in Österreich der MedAT, in den Niederlanden zusätzlich die Sprache.
Quellen
- DUO (Dienst Uitvoering Onderwijs, niederländische Studienbehörde): Collegegeld. Wettelijk collegegeld 2026/27: 2.694 €. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Universität Wien: Höhe des Studienbeitrags. ÖH-Beitrag 26,20 € pro Semester (Wintersemester 2026/27); Studienbeitrag 363,36 € nach vorgesehener Studiendauer plus zwei Toleranzsemestern. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Österreichische Hochschüler_innenschaft: Studierendenbeitrag für das Studienjahr 2026/27 (Berechnungsblatt vom 29. April 2026): 25,50 € Studierendenbeitrag plus 0,70 € Sonderbeitrag, 26,20 € pro Semester. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- medizinstudieren.at (Medizinische Universitäten Wien, Graz, Innsbruck und JKU Linz): Studienplätze und Kontingentregelung. 2026/27: 1.806 Plätze Humanmedizin (Wien 704, Innsbruck 390, Graz 382, Linz 330); mindestens 75 % für österreichische Reifezeugnisse, mindestens 95 % für EU-Bürger; MedAT-Kostenbeitrag 110 € laut FAQ des Portals. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Krems: Bachelorstudiengang Medical Science. 11.000 € pro Semester, 6 Semester, Unterrichtssprache Englisch, 135 Plätze, Bewerbungsschluss 20. April 2026. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Karl Landsteiner Privatuniversität Krems: Masterstudiengang Humanmedizin. 11.000 € pro Semester, 6 Semester, Unterrichtssprache Deutsch, 125 Plätze, Abschluss Dr. med. univ.; Bearbeitungsgebühr der Bewerbung 400 € laut Seite „Applying“. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg: Studiengebühr, Stipendien und Finanzierung — Bachelorstudium Humanmedizin. 21.930 € pro Studienjahr; 1. Jahr 22.245 € (inklusive 290 € Bewerbung, 25 € Mantel), 3. Jahr 23.194 € (inklusive 1.264 € USMLE Step 1); Gesamtkosten Bachelor 67.369 €, Master 43.860 €; 80 Plätze in Salzburg, 55 in Nürnberg (die Übersichtsseite Humanmedizin nennt 130 Plätze, davon 75 in Salzburg, sowie „europaweit anerkannt“ und „Approbation“). Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Sigmund Freud PrivatUniversität Wien, Fakultät für Medizin: Bachelor Humanmedizin. 14.179 € pro Semester ab dem Wintersemester 2026; Aufnahmeverfahren 2026 in drei Testblöcken mit 155, 50 und 15 Plätzen Humanmedizin; Bearbeitungsgebühr 700 € laut Informationsblatt „Aufnahme und Zulassung 2026“; Wertsicherung nach Verbraucherpreisindex laut Ausbildungsvertrag 2026. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Danube Private University Krems: Studiengebühren — konsekutives Studium Humanmedizin. 14.175 € pro Semester für Bachelor und Master, je 85.050 € für sechs Semester. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- MSH Medical School Hamburg: Humanmedizin (Staatsexamen). 1.500 € pro Monat im ersten und zweiten Studienabschnitt, 300 € pro Monat im Praktischen Jahr bis zur Dritten Ärztlichen Prüfung; Bewerbungsgebühr 500 €, Einschreibegebühr 100 €; Dauer zwölf Semester und drei Monate. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Semmelweis Universität Budapest: Bewerbungs- und Studiengebühren, Deutschsprachiges Studium 2026/27. Grundgebühr 9.340 € pro Semester; Zusatzgebühren 1.180 € (3.–4. Semester) und 2.350 € (5.–10. Semester); Bewerbung 250 €, Immatrikulation 230 €. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Asklepios Campus Hamburg (Semmelweis Universität): Bewerbung. Studiengebühren 8.900 € pro Semester, insgesamt 71.200 €. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Medical School Kaiserslautern — Semmelweis Universität: Studienmodell (drei Jahre Budapest, drei klinische Jahre am Westpfalz-Klinikum) und Gebührenangabe 9.340 € pro Semester; bis zu 80 Plätze pro Jahr, im ersten Jahr 40. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- Landkreis Kusel: Pressemeldung Medical School Kaiserslautern, 3. Februar 2026 — „Die ersten 42 Studierenden sind im Wintersemester 2025/2026 bereits gestartet“. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- University of Oxford: Medicine — Course fees for 2027 entry. Overseas: 52.360 £ pro Jahr (vorklinisch, Jahre 1–3); 69.160 £ pro Jahr (klinisch, Jahre 4–6) als Richtwert für Studierende, die 2027 in den klinischen Abschnitt wechseln; die Sätze späterer Jahre sind für Anfänger noch nicht festgelegt. Die Seite ist nur im Browser abrufbar. Abgerufen am 14. September 2026. Zur Quelle ↗
- AAMC: Tuition and Student Fees Reports. Erläuterung zu Kostenarten, in-state/out-of-state und Listenpreisen ohne individuelle Förderung. Gelesen am 21. September 2026. Zur Quelle ↗
- Landarztverordnung Nordrhein-Westfalen, § 4 Abs. 1: Weiterbildung, zehnjährige Tätigkeit und Strafzahlung von 250.000 Euro bei Nichterfüllung der genannten Verpflichtungen. Gelesen am 21. September 2026. Zur Vorschrift ↗
Gebührenvergleich vom 15. September 2026; Abschnitte USA und Landarztquote am 21. September 2026 nachgeprüft. Gebühren und Beiträge ändern sich jährlich; maßgeblich sind die genannten Primärquellen und die Auskünfte der Hochschulen. Der Beitrag stellt belegte Sachinformation dar und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.